TIP-ON BLUMOTION arbeitet mechanisch über die Vorspannung der Einheit beim Schließen. Damit das funktioniert, muss der Korpus-Boden eben sein und sich nicht wölben. Ein zusätzlicher fünfter Sockelfuß in der Mitte drückt den Boden nach oben und blockiert die Mechanik.
Konkrete Folgen:
- Der Korpus-Boden steht unter Spannung von unten gegen die Schubkasten-Mechanik
- Die TIP-ON-Einheit löst nicht zuverlässig oder gar nicht aus
- Der Schubkasten klemmt oder fühlt sich beim Öffnen schwergängig an
Was sinnvoll ist#
Nur die vier Sockelfüße an den Ecken des Korpus verwenden. Bei breiten Korpussen (ab etwa 900 mm Breite) lohnt sich vor der Verarbeitung die Kontrolle der Bodenebenheit. Wer einen besonders stabilen Bodenbau braucht, verstärkt den Boden konstruktiv (dickere Bodenplatte, Querverstrebung über die Korpus-Innenseite), aber nicht durch einen zusätzlichen Sockelfuß.
Bei breiten Korpussen alternative Lösungen#
Wenn der Korpus eine Stabilisierung braucht, gibt es Alternativen, die mit TIP-ON BLUMOTION verträglich sind:
- Stärkere Bodenplatte (19 mm statt 16 mm)
- Querverstrebung an der Korpus-Innenseite, oberhalb der Auszüge
- Mittelversteifung im Korpus-Mittelfeld, wenn ein Mittelteilstück möglich ist
- Bei TANDEMBOX antaro ab 750 mm Korpusbreite ist der Bodenabstützwinkel Z96.2011 (LignoShop-Artikel 82597557) konstruktiv vorgesehen, der wirkt anders als ein Sockelfuß und ist mit TIP-ON BLUMOTION kompatibel
Wichtig zur Abgrenzung#
Diese Regel gilt für TIP-ON BLUMOTION mit aufsetzbarer Einheit auf BLUMOTION-S-Schiene. Bei reiner BLUMOTION-Schiene (nur Soft-Close, ohne TIP-ON) ist ein fünfter Sockelfuß weniger problematisch, weil keine TIP-ON-Mechanik vorhanden ist. Bei SERVO-DRIVE ist der elektrische Antrieb unabhängiger von der Korpus-Boden-Ebenheit, aber auch hier lohnt sich saubere Korpus-Konstruktion.