Beim Türgewicht zählt das komplette Gewicht der fertigen Tür: Griffe und andere Anbauteile rechnen mit. Eine 5-kg-Tür mit massivem Metallgriff kann so über die 6-kg-Grenze rutschen und braucht das dritte Topfscharnier. Blum nennt als bewährte Faustwerte 2 Scharniere bei 4 bis 6 kg und 3 Scharniere bei 6 bis 12 kg.
Bei schweren Fronten geht die Staffel weiter: 12 bis 17 kg tragen 4 Scharniere, 17 bis 22 kg tragen 5 (als Türhöhen nennt Blum dazu etwa ab 2000 mm beziehungsweise ab 2500 mm). Bei 22 kg Frontgewicht ist die Grenze der Blum-Topfscharniere erreicht, getestet bis 600 mm Frontbreite; darüber übernimmt Blum keine Gewährleistung.
Neben dem Gewicht spielen die Maße mit. Die Faustwerte gelten für Türbreiten bis 600 mm; bei Türen bis 650 mm Breite setzen Sie ein zusätzliches Scharnier. Grundsätzlich sollte eine Tür höher als breit sein. Hohe, schmale Türen neigen zur Labilität: Hier sind 3 Scharniere sinnvoll, selbst wenn eine 6-kg-Tür rechnerisch mit 2 auskäme.
Für die Position gilt eine einfache Regel: Je weiter die Scharniere auseinander sitzen, desto stabiler hängt die Tür am Korpus. Das oberste und das unterste Scharnier wandern also möglichst weit nach außen, weitere Scharniere verteilen Sie gleichmäßig dazwischen.
Welches Scharnier es konkret wird (Anschlagart, Öffnungswinkel, mit oder ohne Dämpfung), klärt der Blum-Scharnier-Finder in wenigen Fragen.