Anders als eine Schublade mit separat aufgesetzter Frontblende hat die Holzschütte den Griff direkt im Holz, meist als durchgehende Grifffräsung an der Oberkante des Vorderstücks. Der Boden wird verdeckt aufgenommen, erscheint von vorne also nicht als aufgesetztes Brett. Das ergibt eine ruhige Frontansicht ohne aufgesetzten Griff.

Der Name stammt von den alten Vorrats-Schütten für Mehl oder Zucker. Gemeint ist hier aber die Möbel-Bauform, ein vollwertiger Holzschubkasten, nicht ein loses Vorratsgefäß.

Planen lässt sich die Schütte mit modernen Unterflurführungen wie Blum TANDEM, MOVENTO oder Hettich Quadro, sofern Materialstärke, Bodenaufnahme und Grifffräsung zusammenpassen. Den grifflosen Eindruck erzeugt dabei die Fräsung im Holz selbst, nicht ein Öffnungssystem im Beschlag wie TIP-ON.